„Acker für die Welt“

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© Annika Huskamp

Im Laufe des Schreibwettbewerbs „Oasen der Großstadt“ konnten wir viele interessante Menschen und Projekte kennenlernen. So auch das Team vom Weltacker „2000 m²“  auf der IGA in Berlin-Marzahn. Die Zukunftsstiftung Landwirtschaft betreibt weltweit solche Initiativen, die sehr anschaulich in einer Broschüre namens

„Wir machen der Erde den Hof“ beschrieben sind.

Schnell war die Idee geboren, einen neuen Wettbewerb ins Leben zu rufen, dieses Mal aber für alle Altersgruppen. Niemand sollte sich ausgeschlossen fühlen. Es ging darum, sich von der Idee des Weltackers inspirieren zu lassen. Entweder man durchstöberte die Webseiten, blätterte in den dazugehörigen Prospekten oder besuchte den realen Weltacker auf dem IGA-Gelände. Worum geht es dort?

2000 m² FÜR ALLE!
Für jeden Menschen auf der Welt gibt es 2000 m² Ackerfläche, wenn man die 14 Milliarden Hektar Ackerfläche gleichmäßig auf die sieben Milliarden Menschen
verteilen würde. Was machen wir mit „unserem“ Feld?
Das Projekt Weltacker geht dieser Frage nach und vermittelt dabei Groß und Klein anschaulich und mit allen Sinnen, worauf es bei der Landwirtschaft und Ernährung
der Zukunft ankommt.
Auf „unseren“ 2000 m² muss alles wachsen, was uns ernährt: Weizen für unser täglich Brot, Reis, Kartoffeln, Kohl, Karotten, dazu Mais und Soja als Futterpflanzen für Tiere, deren Fleisch, Milch und Eier wir verzehren. Aber auch Baumwolle für T-Shirts oder Energiepflanzen gehören dazu. Und natürlich all das, was wir später wegwerfen. Hinzu kommt nur noch, was direkt aus dem Meer und von knapp 5000 m² Weideland pro Person stammt.
Das Projekt 2000 m² hat einen Weltacker angelegt, auf dem zu sehen ist, wie die 1,4 Milliarden Hektar weltweit bepflanzt werden: Sehr viel Getreide und Ölpflanzen, von denen weniger als die Hälfte dem menschlichen Verzehr dienen. Wenig Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte. Ein Flächenbuffett zeigt, wie viel Quadratmeter es heute zu Mittag gibt. Der Weltacker hat sehr viele Geschichten zu erzählen. Auf dem Gelände der
Internationalen Gartenausstellung in Berlin wird er 2017 für zwei Millionen Menschen zu sehen sein. Aber auch in Syrien, der Schweiz, Schottland, China, Indien und Kenia entstehen derzeit Weltäcker, die mit dem Acker in Berlin in Verbindung stehen.

(Auszug aus „Wir machen der Erde den Hof“)

© alle Bilder: Annika Huskamp

Schreibwettbewerb: „Acker für die Welt“

Wie würde dein Wunsch-Acker aussehen? Was würde dort wachsen, wer würde dort leben oder arbeiten? Was könnte dort passiert sein? Gibt es Feindschaften oder
Bündnisse, Niederlagen oder Erfolge? Was hat der Wurm durchgemacht, wie kämpft ein Unkraut ums Überleben? Diese Fragen stellten wir in den Raum, um einen kleinen Input zu geben für eure Schreibideen.

Folgende Teilnahmebedingungen gab es:

  •  max. 3000 Zeichen inkl. Leerzeichen
  • nur Prosa
  • keine Alters- und Wohnortbeschränkung
  • Einsendezeitraum war vom  01. Juli bis 01. September 2017

Nun hat die Jury die Einsendungen gelesen und bewertet. Am 21. September war die Jurysitzung, die Preisträger wurden festgelegt. Diese können sich freuen, attraktive Preise warten auf ihre neuen Besitzer!

Die Preisverleihung fand am 28. September auf dem IGA-Weltacker in Berlin-Marzahn/Hellersdorf statt.

Weitere Informationen zu diesem Event findet ihr HIER

HIER gehts zu den Preisträgern.

Ein Gemeinschaftsprojekt von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft und der Schreibwerkstatt Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“

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